„München arisiert“ – Entrechtung und Enteignung der Juden in der NS-Zeit

„München arisiert“ – Entrechtung und Enteignung der Juden in der NS-Zeit 2016-12-29T02:36:41+00:00

Project Description

Sonderausstellung
2004

„Arisierung“ ist ein Begriff der NS-Behörden, der den Raub des Besitzes jüdischer Bürger umschreibt. Die Ausstellung bestand aus vier Installationen, die das Thema visuell und emotional vermittelten. Eine Computerstation mit Stadtplan und verorteten Geschäfts- und Privatadressen vertriebener und ermordeter Juden wurde von uns entwickelt und produziert. Eine Licht-Ton-Installation symbolisierte die Unkalkulierbarkeit des Schicksals für die ausgegrenzten jüdischen Bürger Münchens. Scheinbar wahllos griff der Lichtkegel ein Porträt heraus und ein Sprecher stellte die Person vor und erzählte von der Enteignung, der Vertreibung und der Vernichtung. Die Augustenstraße in der Münchner Maxvorstadt stand beispielhaft für das Schicksal der jüdischen Nachbarn und Mitbewohner einer Straße.